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Nicht jeder Raucher bekommt Lungenkrebs, doch
weiß man mittlerweile, dass Rauchen Krebs erzeugen kann.
In einigen Schuhgeschäften gab es einmal Röntgengeräte zur Kontrolle, ob die
Kinderschuhe passen. Es hat keiner deswegen Fußkrebs bekommen, doch sieht man diese
Geräte heute sehr kritisch und bedenklich an.
Und wie sieht es mit der Benutzung der Handys aus?
Die deutsche Mobilfunkindustrie hütet sich hier eine Warnung auszusprechen.
In England tragen Handys
bereits Warnhinweise.
Zum Schutz der Kinder zog die Disney Company alle Lizenzen für Disney-Figuren auf Handys
zurück. Grund ist der Stewart-Report, in dem 12 Wissenschaftler die Gefahren
der Mobiltelefone ausloteten. Man fand heraus, dass die Wellen gegenüber Erwachsenen bis
zu 60 Prozent tiefer in den Kinderschädel eindringen können.
Hirntumor - diese Diagnose gibt es mittlerweile bei vielen Handybenutzern.
Vielleicht eine Folge der Dauerbestrahlung durch die Handyantenne?
Handys sind harmlos so hieß es immer.
Einige Vieltelefonierer wollen das nicht glauben. Sie leiden an Hirntumoren und streben
jetzt Millionenklagen gegen die Mobilfunkindustrie an.
Staranwalt Peter Angelos, jener Jurist, der bereits die Asbestindustrie besiegt hatte und
Big Tobacco in den USA zur Zahlung von 4,2 Milliarden Dollar Schadensersatz zwang, rüstet
sich jetzt mit seinen 110 angestellten Juristen zur Schlacht
gegen die Mobilfunkindustrie.
Mindestens 10
Handy-Prozesse wolle er anstreben, heißt es in seiner Kanzlei und er ist sich zu 90
Prozent sicher, diese auch zu gewinnen.
Joanne Suder, Verbraucheranwältin aus Baltimore, betreut derzeit 120 Hirntumorpatienten,
die vermuten, dass ihr Handy sie krank gemacht hat. Sie vermittelt dem Staranwalt diese
Fälle.
Einer von ihnen ist Michael Murray. Der 42-Jährige testete 10 Jahre lang
in Chicago Mobiltelefone für Motorola. Jetzt leidet er unter 2 großen Tumoren an
beiden Seite des Kopfes. Es gibt viele andere Fälle.
Vielleicht eine Frage der Dosis? Die Branche ist jung, ebenso wie alle mutmaßlichen
Handy-Opfer. Bisher, so Suder, haben sich nur
erfolgreiche Männer Anfang 40 gemeldet, die sich die frühen Mobiltelefone leisten
konnten.
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